Themenfelder
Persönlichkeitsbildung
Hochschulen stehen durch die KI-Transformation nicht nur vor technologischen und organisatorischen Herausforderungen. Eine bildungspolitische Kernfrage hat eine neue Bedeutung bekommen: Wie sollten Studierende in ihrer Persönlichkeitsentwicklung in einer KI-geprägten Welt begleitet werden?
Der kompetente Umgang mit KI-Tools ist wichtig. Doch Hochschulbildung darf nicht auf reine Tool-Kompetenz reduziert werden. Andere Fähigkeiten, die nicht automatisierbar sind, werden noch wichtiger als vorher.
Darunter fallen kritisches Denkvermögen, Reflexionsfähigkeit, Quellenkritik und ethische Urteilsfähigkeit. Studierende müssen befähigt werden, KI-Tools nicht nur zu nutzen, sondern deren Nutzung zu hinterfragen und verantwortungsvoll einzuordnen.
Die KI-Transformation ist in einen bestimmten politisch-ökonomischen Kontext eingebettet, dessen Problematiken eine entsprechende Wissensvermittlung im Hochschulkontext erfordern.
Nicht nur im wissenschaftlichen Kontext werden Informationszugänge und gesellschaftliche Diskurse durch KI-Systeme beeinflusst. Hochschulen tragen die Verantwortung, darüber aufzuklären, wie algorithmische Entscheidungen entstehen, wo die Grenzen und Risiken der Anwendung von KI-Tools liegen und welche Werte technologische Entwicklung leiten. Das beinhaltet auch, eine Orientierungs- und Toleranzkapazität für die Kontingenz und Ambiguität von Informationen aufzubauen.
Die koordinierte Integration von Persönlichkeitsbildung in KI-bezogene Lehr- und Forschungskontexte ist kein zusätzliches Element, sondern essenzieller Bestandteil zukunftsfähiger Hochschulbildung und demokratischer Handlungsfähigkeit.
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