„gKI im Studium“: Input für den kritisch-kompetenten Umgang mit generativer KI
Ein interaktives, 90-minütiges Inputformat zum kritisch-kompetenten Umgang mit generativer KI in Präsenz, das direkt in Lehrveranstaltungen integriert werden kann und Lehrende sowie Studierende gleichermaßen anspricht. Vermittelt werden technische Grundlagen, institutionelle Regelwerke, Fallbeispiele, Tool-Orientierung und gesellschaftliche Perspektiven.
Eckdaten
Ausgangspunkt für das Format war eine Umfrage unter Lehrenden, aus der sich der Bedarf für ein möglichst niedrigschwelliges KI-Schulungsangebot ergab. Ziel bei der Konzeption war also, in einem kurzen Format sowohl ein grundlegendes technisches Verständnis der Funktionsweise von LLMs zu vermitteln, als auch ethisch-gesellschaftliche Perspektiven zur KI-Nutzung zu reflektieren.
Das Input-Format ist wie folgt gegliedert (Foliensatz s. PDF-Anhang):
- Vermittlung von technischem Grundverständnis zur Funktionsweise von LLMs (spielerischer Ansatz: "ChatGPT zum Anfassen", s. PDF-Anhang)
- Auseinandersetzung mit dem Orientierungsrahmen zur KI-Nutzung der Hochschule
- Beleuchten von vier Fallbeispielen der KI-Nutzung: "Was passiert eigentlich, wenn ich ChatGPT..."
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- ...zur Literaturrecherche verwende?
- ...verwende, um Texte umzuformulieren? Was muss ich dabei beachten?
- ...für Orientierungswissen verwende (vs. Wikipedia)? Welche Rolle spielen bspw. die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessen von KI-Unternehmen dahinter für den Wissensgewinn?
- ...für kreative Aufgaben wie das Entwickeln einer Forschungsfrage verwende?
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- Kritische Reflektion der Auswirkungen von KI auf die Gesellschaft und die eigene Person (z. B. soziale Ausbeutung, Ressourcenverbrauch, Deskilling).
Das Format fügt sich in eine Lehrveranstaltung ein, die Teilnahme mindestens einer Lehrperson ist Voraussetzung. Weil Lehrende und Studierende den Input gemeinsam durchlaufen, entsteht ein Raum, in dem beide Seiten voneinander lernen können. Die Lehreinheit ist für 10-60 Personen geeignet und hat einen zeitlichen Umfang von 90 Minuten. An der Universität Hamburg erfolgt die Umsetzung über eine Kontaktperson vom Büro für die Digitalisierung in der Lehre der WiSo-Fakultät.
Kontext
Governance, Recht & Ethik
- soziale und ökologische Externalitäten von KI
- Ansprüche an eigenes Lernen und Deskilling
Implementierung
Seminarraum mit Präsentationstechnik
Der personelle Aufwand der Konzeption, Aktualisierung und Durchführung des Formats umfängt ca. eine halbe Stelle E 13.
Skalierung & Wirkung
„gKI im Studium“ lässt sich flexibel in eine beliebige Lehrveranstaltung einfügen. Für berufsspezifische Studiengänge können kleinere inhaltliche Anpassungen sinnvoll sein.
Seit dem Sommersemester 2025 wurden über 200 Studierende, Lehrende und Tutor:innen erreicht.
Eine Herausforderung können unterschiedliche Haltungen gegenüber der Nutzung generativer KI sein.
Rückmeldungen von Teilnehmenden beinhalten kritische Reflexionen der eigenen KI-Nutzung und eine lebhaftere Gesprächskultur über das Thema in der Lehrveranstaltung.
Das Format wurde an der Hochschule über den Newsletter für Lehre und Newsletter der Falkultät, den Webauftritt, die Vorstellung und verkürzte Durchführung des Formats in Qualitäts- und Prüfungsausschüssen und Mund-zu-Mund-Propaganda kommuniziert.
Zurzeit wird das Format nur an der Fakultät WiSo durchgeführt, es gibt jedoch Überlegungen für ein hochschulweites Ausrollen.